cyclist

Schleck Gran Fondo

Bereits 2017 organisierte Fränk Schleck einen ersten Gran Fondo in Mondorf und die Begeisterung ist seither nur gewachsen! Seit Jahren sind die gut 3.000 Startplätze über beide Distanzen bereits Monate vor dem Volksrennen vergeben und regelmäbig gehört der luxemburgische Gran Fondo zu den bestbesuchten Wettkämpfen unter den rund 30 Terminen der UCI Granfondo World Series.

Letztes Jahr starteten so fast 2.000 Radsportler auf die gut 150 Kilometer lange Strecke. Und immer wieder sieht man bekannte Gesichter. Für die Schleck-Brüder ist die Teilnahme natürlich Ehrensache. Aber auch andere Grössen der letzten Jahre wie Jempy Drucker, Ben Gastauer oder Laurent Didier haben hier schon in die Pedalen getreten. Selbst internationale Stars wie Miguel Indurain, Cadel Evans, Andreas Klöden und Richard Virenque gönnten sich bereits den hügeligen und landschaftlich wunderbaren Parcours durch den östlichen Teil Luxemburgs.

Für viel Muße ist bei den Sieganwärtern allerdings keine Zeit. Mit einem Schnitt von gut 40 Stundenkilometer hetzen die Schnellsten über die gut 150 Kilometer und mehr als 2.000 positiven Höhenmeter von der Mosel rund ums Müllerthal und zurück. Unter den 25 Ersten des letzten Jahres finden sich dabei sogar Loïc Bettendorf und Arno Wallenborn. Genau wie auch Nina Berton oder Marie Schreiber bereits das heimische Jedermannrennen als ambitioniertes Training nutzten.

Bei den rund 30 Veranstaltungen der UCI Granfondo World Series geht es trotz aller Höhenmeter, Wattzahlen, Herz- und Trittfrequenzen sportlich familiär und offen zu. Jedermann darf starten, zumindest solange noch Startplätze frei sind. Also auch alle lizensierten Radsportler. Aber wer aktuelle UCI-Punkte hat, kämpft nicht um die Qualifikation für die UCI Granfondo Weltmeisterschaft. Ähnlich tolerant dürfen natürlich auch Frauen und Männer über 65 Jahren auf die große Runde starten. Aber wenn sie sich für die WM qualifizieren wollen, müssen sie den Medio Fondo über knapp 100 Kilometer, sowie gut 1.000 Höhenmeter fahren. Auf der kürzeren Runde müssen sie zwar auf die tollen Aussichten aufs Müllerthal verzichten. Doch wer es ins erste Viertel der Teilnehmer schafft, darf sich mit einem Blick aufs Meer für seine Strapazen entschädigen. Mitte Oktober 2025 führt die WM nämlich im australischen Victoria über die ikonische Great Ocean Road.