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Tolles Team

Seit der letztjährigen Cyclocross-Weltmeisterschaft sind die Nationalmannschaften der FSCL im neuen Dress unterwegs. Und haben seither bereits einige tolle Leistungen und sogar Siege eingefahren. Zudem gab es für den Radsportverband zwei spannende Premieren.

Fahrer der luxemburgischen Nationalmannschaft jubelt im Zielsprint

© FSCL / Serge Waldbillig

Es ist eine Binsenwahrheit, dass der Radsport ein Individualsport ist, der in der Mannschaft gewonnen wird. Nach den herausragenden und absolut außergewöhnlichen Jahren eines Kim Kirchen und den Gebrüdern Schleck gab es zwar noch einige weitere tolle Erfolge auf allerhöchstem Niveau. Meist aber verrichteten und verrichten Fahrer wie Laurent Didier, Alex Kirsch, Arthur Kluckers, Jempy Drucker oder Kevin Geniets und natürlich auch Fahrerinnen wie Christine Majerus oder Nina Berton vorbildliche Helferdienste in den höchsten Ligen. Diese wichtigen Leistungen bringen aber kaum Weltranglistenpunkte, so dass beispielsweise bei den Olympischen Spielen von Paris 2024 nur noch Christine Majerus und Alex Kirsch als Einzelkämpfer starten durften.

Zwei Fahrer im Straßenrennen aus der Vogelperspektive

© Hugo Barthélemy

Individualsport, der in der Mannschaft gewonnen wird

Dies spiegelt sich ähnlich in den Quoten der Weltmeisterschaft. Allerdings konnten 2024 noch 17 Radsportler Luxemburg in Zürich vertreten und im Hauptrennen der Männer zeigte ein Quartett mit Bob Jungels, Kevin Geniets, Luc Wirtgen und Michel Ries mutig die luxemburgischen Farben. Ein Jahr später waren für die Weltmeisterschaft im afrikanischen Kigali nur noch Marie Schreiber und Gwen Nothum selektioniert. „Diese Premiere auf afrikanischem Boden war besonders und kannte einige Fragezeichen, auch was die Streckenführung und die Höhenlage betraf“, erläutert der Generaldirektor des Verbandes Florian Salzinger. Weil man wenig später mit 23 Fahrern bei der Europameisterschaft in der Drôme/Ardèche startete, konzentrierte man sich dort lieber auf das Gespann Gwen Nothum und Marie Schreiber in ihrem letzten Jahr bei den Espoirs.

Auch dieses Jahr in Kanada wird die Weltmeisterschaft ziemlich aufwändig. Während das Abschaffen des Nations Cup zum ersten Januar die Entwicklung des luxemburgischen Nachwuchses schwieriger macht, spielt eine andere Reform der UCI dem Verband eher in die Hände. Statt bis zuletzt Punkte zu zählen und recht kurzfristig entscheiden zu müssen, kennt und plant man bereits jetzt das mögliche eigene Kontingent von maximal 1 männlichen und 3 weiblichen Startern bei der Elite, 3, respektive 5 U23 und 2, sowie 4 JuniorenInnen für Montréal. Während wohl kaum ein Dutzend Fahrerinnen diese Saison das nötige Niveau für eine Weltmeisterschaft erreichen werden, hängt es bei den Männern auch von deren Profiteams ab. Die Zusammenarbeit sei mit einigen Teams schwierig, gibt Florian Salzinger durchaus zu. Aber das Commitment, die Bereitschaft der Profis für ihre Nationalmannschaft zu fahren, sei größer geworden.

Das Commitment sei größer geworden

Das ist nicht zuletzt ein Verdienst der guten Arbeit im Verband. „Wir fahren als Team für den luxemburgischen Radsport“, gibt Florian Salzinger als Maxime aus. Dieses Motto beherzigt jeder nicht nur bei einzelnen Rennen, wie gerade die vergangene Saison zeigt. „2025 war eines der erfolgreichsten Jahre im U23-Bereich“, freut sich der Direktor. Jempy Drucker habe sehr viel Mühe in die Teamarbeit und den richtigen Spirit gesteckt und das zahle sich aus. Es sei ein richtiges Team entstanden, in dem jeder seine Rolle erfüllt. Zuhause kommt man immer wieder für Kurzlehrgänge an einem Tag oder Wochenende zusammen. Im Laufe der Saison erfuhren sich die Espoirs nicht nur starke Resultate in der Nations League, die Etappensiege in der Tour de l’Avenir und Tour de Luxembourg, sowie das dortige Bergtrikot für Mil Morang, sondern es entstand eine tolle Dynamik.

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